· 

Pferdehaftpflicht für Tierbesitzer keine Pflicht, aber dringend anzuraten


Beste Pferdeversicherungen

Pferdebesitzer haften auch ohne eigenes Verschulden für alle Schäden ihrer Tiere gem. § 833 BGB.

 

Dies betrifft bereits kleinere Schäden beim gemeinsamen Ausreiten, wenn ein Pferd scheut und einem anderen Pferd oder Reiter kleinere Wunden zufügt oder Reitausrüstung beschädigt. Solche kleineren Schäden sind i.d.R. vom Pferdehalter noch selbst zu tragen.

Tatsächlich geschehen aber auch Schäden, die den Tierbesitzer ohne Pferdehaftpflichtversicherung in die private Insolvenz führen würden, zusätzlich zur psychologischen Belastung nach solch einem Schaden.

 

Tragisch ist der Fall einer 14-jährigen Reitbeteiligung. Das Pferd scheute aufgrund äußerer Einflüsse und ging durch. Im Ergebnis wurde der Teenager so schwer verletzt, das eine lebenslange Pflegebedürftigkeit resultierte. Der Tierhalter muss für alle entstehenden Behandlungs- und zukünftigen Pflegekosten sowie dem zukünftigen Verdienstausfall des Kindes aufkommen. Darüber hinaus sind ein Schmerzensgeld von 150.000 EUR und die bei solchen Schäden üblichen Gerichtskosten zu zahlen. Insgesamt handelt es sich damit um einen Schaden im Bereich mehrerer Millionen Euro (OLG Frankfurt, Az. 4 U 210/08).

 

Der Pferdehalter kann sich voll umfänglich mit einer Tierhalter-Haftpflichtversicherung für Pferde gegen solche Schäden absichern.

Die Pferdehaftpflichtversicherung übernimmt die Prüfung von Schadensersatzansprüchen, wehrt auf eigene Kosten unbegründete Schadensersatzansprüche ab und zahlt bei begründeten Personen-, Sach- oder Vermögensschäden bis zur vereinbarten Versicherungssumme.

 

Doch Pferdebesitzer sollten bei allzu günstigen Angeboten kritisch die Leistungen prüfen, weil ein Vertrag mit niedriger Versicherungssumme, schlechten Leistungsbedingungen und vielen Ausschlüssen im Schadensfall nicht ausreicht.

 

Die Versicherungschecker bieten nur geprüfte Angebote:

  • mit hohen Versicherungssummen
  • inkl. Ansprüche von Reitbeteiligungen und Fremdreitern gegen den Pferdebesitzer
  • inkl. Teilnahme an Reitunterricht, Pferderennen, Schauvorführungen und Turnieren
  • Reiten und Führen ohne Zaumzeug bzw. Sattel
  • inkl. Kutschen und Schlitten
  • Flurschäden sowie Schäden aus tierischen Ausscheidungen
  • Mietsachschäden mit hoher Ersatzleistung (z.B. Immobilien, Stallungen, Anhänger)
  • Deckschäden (gewollte und ungewollte Deckung)
  • Ausfalldeckung, wenn ein anderer Schadensverursacher keinen Schadensersatz zahlen kann
  • Rechtsschutz im Zusammenhang mit dem Pferd

 

Der Beitrag liegt für große Pferde bei

  • 77 EUR für 10 Mio. EUR Versicherungssumme
  • 88 EUR für 20 Mio. EUR Versicherungssumme
  • 94 EUR für 50 Mio. EUR Versicherungssumme 

Für gewerblich eingesetzte Pferde gelten gesonderte Konditionen.

(Stand 08/2020)


Kommentar schreiben

Kommentare: 0